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    <title>Ein loser Geröllhaufen</title>
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    <description>Amalthea bezeichnet einerseits einen Mond des Planeten Jupiter, den die NASA als losen Geröllhaufen beschreibt. Zum anderen ist Amalthea eine Nymphe aus der griechischen Mythologie und Hüterin des Füllhorns – Symbol des Überflusses.&lt;br/&gt;Als Synthese aus beidem sammle ich hier Ideen, Kommentaren und Begleitmaterial zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Man könnte es auch ein Blog nennen…</description>
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      <title>It is on us now.</title>
      <link>http://www.amalthea.de/Amalthea/Blog/Eintrage/2011/10/6_It_is_on_us_now..html</link>
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      <pubDate>Thu, 6 Oct 2011 21:46:45 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.amalthea.de/Amalthea/Blog/Eintrage/2011/10/6_It_is_on_us_now._files/SCoJ0.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.amalthea.de/Amalthea/Blog/Media/object153.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:251px; height:188px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;The world has lost a great visionary, a great company leader and a great human being. Steve Jobs was a true inspiration to me personally and to millions around the world. I will miss his way of forecasting and shaping the future at the same time. Never was he just an observer of events, but a creator, taking big risks to achieve big goals without making compromise. He was an inventor, an entrepreneur, a designer, an auteur. With him gone, we all have to work a little harder to make the future magical again. My condolences go to the Jobs family and to everyone at Apple.</description>
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      <title>Filmkritik: Avatar – Aufbruch nach Pandora</title>
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      <pubDate>Sat, 30 Jan 2010 20:30:47 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.amalthea.de/Amalthea/Blog/Eintrage/2010/1/30_Filmkritik__Avatar_Aufbruch_nach_Pandora_files/4116455578_1f8d781f66_b.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.amalthea.de/Amalthea/Blog/Media/object154.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:251px; height:188px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Haben mich als Kind viele Filme begeistert und gefesselt, so schien es mir, als ob dieser Effekt mit zunehmendem Alter verschwindet. Doch „Avatar“ hat mich hier eines Besseren belehrt. Es liegt also doch nicht an altersbedingter Abstumpfung, sondern an der zweifelhaften Qualität vieler neuerer Filme. Anders „Avatar“: Den habe ich inzwischen viermal gesehen und die Begeisterung ist ungebrochen. Nach jedem Besuch bin ich höchstens einen Tag lang gesättigt und ertappe mich dann wieder beim Träumen von Pandora. James Cameron vermittelt in seiner ersten Kinoarbeit nach „Titanic“ den Eindruck, dass er mit seinen bisherigen Mammutproduktionen nur für diesen Film hier geübt hat. Der kommerziellen Erfolg, der ja nur ein Symptom der weltweiten Begeisterungswelle ist, hat inzwischen alles hinter sich gelassen.&lt;br/&gt;Die Handlung führt den Zuschauer zum fiktiven Planeten Polyphemus im uns benachbarten Alpha-Centauri-Sonnensystem. Genauer gesagt auf dessen erdähnlichen Mond Pandora, auf dem eine hiesige Bergbaufirma mit großem Aufwand und viel militärischer Begleitung ein wertvolles supraleitendes Mineral abbaut. Das bringt die Menschen gegen die Na’vi auf, die naturverbundenen Ureinwohner Pandoras. Die entstehenden Konflikte sind nicht überraschend und die auf „Pocahontas im Weltraum“ hinauslaufende Geschichte sehr geradlinig und nicht ausgefallen. Doch das stört nicht weiter, denn die Illusion von Pandora ist in jeder Hinsicht perfekt. Der Film ist technisch so revolutionär wie damals Disney’s „Schneewittchen“, der sowohl der erste Zeichentrickfilm war, als auch den Durchbruch für den Farbfilm brachte. „Avatar“ ist ein Meilenstein für die Computeranimation und kann getrost zum ersten ernstzunehmenden 3D-Film gekürt werden. Er wird diese Technik als neue Art des Filmemachens etablieren und für die kommenden fünf Jahre die Messlatte für alle derartigen Filme sein.&lt;br/&gt;Hinter dieser visionären Umsetzung steckt das Genie von James Cameron. Das von ihm selbst geschriebene Drehbuch ist zwar wenig komplex, enthält aber mit Motiven von Tod und Wiedergeburt, einer klaren Botschaft für Verständigung und gegen Maßlosigkeit und einer vordergründigen Liebesgeschichte alle Elemente, die man für großes Emotionskino braucht. Auf dieser Klaviatur spielt Cameron meisterhaft. Die Filmmusik von James Horner trägt zwar die Emotionen mit, ist aber nicht überraschend oder inspirierend. Über das simple Abbilden von exotischer Umgebung mit Ethno-Klängen kommt Horner nicht hinaus und wie üblich erkennt man schnell die Baukastenstücke aus früheren Vertonungen von ihm.&lt;br/&gt;Die optische Gestaltung von Pandora ist atemberaubend schön. Man spürt die Detailverliebtheit, die das Effekthaus Weta schon unter Peter Jackson beim Herrn der Ringe demonstrieren konnte. Von den Zwängen irdischer Realität befreit konnten die Designer um Rick Carter und Robert Stromberg die Flora und Fauna eines ganzen Planeten neu erschaffen. Wir sehen viele fremdartige Wesen – die meisten Bewohner Pandoras sind Sechsfüßler – die in ein stimmiges und glaubhaftes Ökosystem integriert sind. Bis zu den in der Luft schwebenden Pollen ist alles mit unglaublicher Opulenz umgesetzt. Besonders sehenswert sind die Nachtaufnahmen, da alle pandoranischen Lebewesen biolumineszent sind.&lt;br/&gt;Bewohnt wird Pandora von den Na’vi – blauhäutigen Humanoiden, die wie ihre Umwelt vollständig am Computer entstanden sind. Noch nie hat man digitale Charaktere so lebensecht im Film gesehen. Die Rendertechniken für den Detailgrad bis hinunter zu Hautporen und für Massenszenen mit hunderten von Na’vi mussten völlig neu entwickelt werden. Bisherige Systeme hätten die entstehenden Datenmengen von einem Terabyte pro Produktionstag gar nicht bewältigen können. Für diese technische Schwerstarbeit im Dienste zuvor unmöglicher Ästhetik ist Joe Letteri der nächste Oscar so gut wie sicher. Einziges Problem der neuen Technik ist, dass man das gute Schauspiel in diesem Film nicht den menschlichen Schauspielern zuschreibt. Sowohl die Na’vi als auch die Avatare wurden als Ganzkörper-Marionetten mit Motion-Capture-Technik von Schauspielern gesteuert. Obwohl die digitalen Gesichter ihren menschlichen Akteuren nachempfunden sind, sieht man im Film nicht, wieviel Ausdruck den unsichtbaren Schauspielern zu verdanken ist. Cameron hat ein Verfahren benutzt, bei dem nicht nur Körperbewegung, sondern sondern auch feinste Mimik auf der Motion-Capture-Bühne aufgezeichnet werden. Sogar die Führung der virtuellen Kamera wurde erfasst, so dass DP Mauro Fiore trotz virtueller Sets wie mit einer realen Kamera umgehen konnte. Auch ein paar der in den jüngeren JJ-Abrams-Filmen kultivierten handgehalten-verwackelten Crash-Zooms findet man.&lt;br/&gt;Anders als die warme, naturalistische Welt der Na’vi ist die kalte, technische Welt der Menschen in realen Sets gedreht. Auch diese sind mit dreidimensionalen Computer-Displays und martialischem Kriegsgerät interessant gestaltet. Die zur Umsetzung nötigen Technologien mussten hier ebenfalls erst geschaffen werden. Cameron hat dazu selbst eine 3D-Kamera entwickelt, die heute als die fortschrittlichste der Welt gilt. Nicht alltäglich für verfügbare Werkzeuge ist auch die Verschmelzung von real gefilmten und computergenerierten Bildern in 3D.&lt;br/&gt;Doch obwohl der Film auf so vielen technischen Gebieten Neuland betritt und eine ganze Welt erschafft, hat Cameron die Geschichte nie aus dem Blick verloren. Die Technik drängt sich nicht in den Vordergrund, im Gegenteil: auf die billigen 3D-Wow-Effekte – Gegenstände werden ins Publikum geworfen oder ragen aus der Leinwand – wird hier verzichtet. Der Film entwickelt seine Optik langsam, beginnt in geschlossenen Räumen bevor man die Weiten von Pandora genießen darf. So bleibt dem Zuschauer Zeit, sich an den 3D-Eindruck zu gewöhnen, bevor die dramatische und von Cameron viel dynamischer geschnittene Schlacht beginnt. Und trotz einer Drehweise mit Motion-Capture, die weit über den etablierten Stand der Technik einzelner digitaler Charaktere wie Gollum oder King Kong hinausgeht, gelingt es Cameron, die emotionalen Momente hautnah erlebbar zu machen: die Vertreibung und die Verzweiflung der Na’vi, der Konflikt von Jake Sully zwischen der Realität seiner Behinderung und der geliehenen Freiheit in seinem Avatar. Und auch wenn Cameron jetzt den Lucas macht und angesichts des kommerziellen Erfolges Avatar zu einer Trilogie ausbaut – mit hoffentlich besserem Ergebnis als bei „Terminator“, so ist ihm mit diesem Film in jedem Falle ein bleibender Meilenstein des Kinos der neuen Dekade gelungen. Ein Film, den man unbedingt in 3D im Kino erlebt haben muss. Durchaus auch mehrmals, zu sehen gibt es genug.</description>
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      <title>Zur Lage der Nation</title>
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      <pubDate>Sat, 26 Dec 2009 11:31:04 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.amalthea.de/Amalthea/Blog/Eintrage/2009/12/26_Zur_Lage_der_Nation_files/iStock_000011356066XSmall.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.amalthea.de/Amalthea/Blog/Media/object155.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:251px; height:188px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Nach der wie erwartet &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/inland/weihnachtsansprachekoehler100.html&quot;&gt;visionsfreien und aus bundespräsidialen Allgemeinplätzen bestehenden Weihnachtsansprache&lt;/a&gt; muss ich mal einen Gegenpol setzen. Unserem Land geht es schlecht. Richtig schlecht. In Zeiten einer weltweiten Finanzkrise, wo wir Ideen für die Zukunft des Landes bräuchten, werden wir regiert von einer machtgeilen Polit-Mafia, die sich am von uns mit Steuermitteln gefüllten Büffet bedient um dem Geldadel und der selbstgekrönten Arroganz-Elite dieses Landes die Taschen zu füllen. Das intellektuelle Bürgertum, also die viel zitierten Dichter und Denker des Landes, werden von diesen neuen Feudalherren in die soziale Unterschicht gedrückt, damit die eigene Mittelmäßigkeit aus der bildungsfernen Masse mehr heraussticht.&lt;br/&gt;Die eingesetzten Maßnahmen sind so vielfältig wie gesellschaftsfeindlich. Da werden nach &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,663699,00.html&quot;&gt;italienischem Vorbild&lt;/a&gt; die &lt;a href=&quot;http://www.fixmbr.de/peter-frey-neuer-cdu-pressesprecher/&quot;&gt;Medien auf Linie gebracht&lt;/a&gt; und Zugang zu Nachrichten &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kulturstaatsminister-kritisiert-Smartphone-Apps-der-ARD-892692.html&quot;&gt;vom Reichskulturaufseher argumentativ zur Wirtschaftsschädigung vergewaltigt&lt;/a&gt;. In Zweifel ist ein Arbeitsplatz beim Hofberichterstatter Springer eben mehr Wert als unabhängiger Journalismus, zumal ersterer seine Dankbarkeit in Parteispenden ausdrückt. Sozial ist, was Arbeit schafft. Besonders, wenn der Arbeitgeber Parteifreund ist.&lt;br/&gt;Neben Nachrichten klassischen journalistischen Ursprungs ist natürlich das unkontrollierte Internet ein weiterer Feind der digitalen Analphabeten unserer Junta. Deshalb muss es bei jeder Gelegenheit als ein Hort von Kinderschändern, Bombenbauern und Rechtsradikalen gescholten werden um aus diesem &lt;a href=&quot;http://www.netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/&quot;&gt;Zerrbild&lt;/a&gt; heraus die Bevölkerung für umfassende Überwachungs- und Zensurmaßnahmen &lt;a href=&quot;http://www.netzpolitik.org/2008/csu-von-china-lernen-heisst-siegen-lernen/&quot;&gt;nach chinesischem Vorbild&lt;/a&gt; zu gewinnen. Freie Meinungsäußerung führt schließlich nur zu ungewollten öffentlichen Debatten, die in unserem System der scheinparlamentären Funktionärsoligarchie unerwünscht sind. Da die Mächtigen die Arroganz besitzen, auch &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/klima/aktuell/nachhaltigkeitsrat102.html&quot;&gt;gegen&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/wirtschaft/jahresgutachten106.html&quot;&gt;anerkannte&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/inland/rechnungshofbericht100.html&quot;&gt;Experten&lt;/a&gt; alles &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/wirtschaft/jahresgutachten112.html&quot;&gt;am Besten zu wissen&lt;/a&gt;, ist eine abweichende Meinung zu unterdrücken. Sie würde den Stimmpöbel nur verwirren. Und überhaupt braucht die Meinungsäußerung nicht speziell geschützt zu werden, solange alle nur die abgesegnete Regierungsmeinung wiederkäuen. Und die anderen sind sowieso Radikale, die bekämpft werden müssen. In diesem Zusammenhang ist das Verbotsverfahren der NPD eine gute Übung, wie mit unangenehmen Meinungen in diesem Land umzugehen ist. Früher galt das Credo, &lt;a href=&quot;http://de.wikiquote.org/wiki/Rosa_Luxemburg&quot;&gt;dass Meinungsfreiheit gerade für die unpopulären Meinungen gilt&lt;/a&gt;. Heute wäre das zu demokratisch.&lt;br/&gt;Überhaupt ist echte Demokratie gefährlich für den Machterhalt unserer Oberschicht. Zu echter Demokratie würde echte Wahlmöglichkeit gehören, aber an &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,640879,00.html&quot;&gt;Gabriele Pauli und Martin Sonneborn&lt;/a&gt; wurde vorexerziert, wie neue Parteien einfach &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,641042,00.html&quot;&gt;aus dem System gedrängt&lt;/a&gt; werden. Der Wahlzettel soll für das dumme Volk eben möglichst einfach sein. Am Besten mit der machthabenden Partei schon vorgekreuzt. So gesehen könnte man ehrlicherweise die Wahlzettel nach &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Front_(DDR)&quot;&gt;DDR-Schema&lt;/a&gt; wieder einführen: „Ich bin für eine deutsche Bundesregierung.“ Mit welchen der etablierten Volksparteien sie dann besetzt wird, ist ja eigentlich konsequenzlos.&lt;br/&gt;Einen weiteren, wichtigen Feind haben die Parteien im demokratischen System teutscher Prägung auf ihrem Weg zum absoluten Machtanspruch natürlich nicht übersehen: die Bildung. Es wird zwar viel und gern über sie geredet, weil sie ein populäres Thema ist, aber gemacht wird wenig. Bildung wäre für ein Land, dessen einzige nenneswerte Ressource seine Denkleistung war, ein wichtiger Motor für den Fortschritt. Aber mit zuviel Bildung würde das Volk sich seiner zwischen Minijobs und Casting-Shows &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article5579272/Selbstgewaehlte-Dummheit.html&quot;&gt;verkümmernden mentalen Fähigkeiten&lt;/a&gt; vielleicht wieder bewusst werden. Stattdessen hören wir polemische Argumenten gegen &lt;a href=&quot;http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0320/feuilleton/0004/index.html&quot;&gt;das kostenlose Studium, das die arme Verkäuferin mitfinanziert&lt;/a&gt;. So wird Zwietracht in der Bevölkerung gesäht und der Intellektuelle als unsozial gebrandmarkt und der Missgunst der Massen ausgesetzt. Aber ein kluger Wähler, der das billige Puppentheater der Politiker durchschaut, wählt am Ende die großen Volksparteien nicht mehr. Deshalb ist es nur konsequent, dass mit dem Bologna-Prozess das in Jahrhunderten gewachsene deutsche Universitätssystem im Handstreich vernichtet wird. An den neuen Abfüllstationen für industrierelevanten Lehrstoff steht nämlich das zum Prüfungstermin abrufbereite Faktenwissen im Vordergrund. Für eigenes Denken bleibt da kein Raum. Ziel der Ausbildungsmaschinerie ist schließlich der sofort arbeitsplatzfähige Praktiker um der Industrie das lästige Ausbilden zu ersparen. Und wofür brauchen wir schon Geisteswissenschaftler. Die tragen doch nichts zum Bruttoinlandsprodukt bei. Da klingt es wie Hohn, dass der Begriff „Universität“ auf universale Bildung abzielt.&lt;br/&gt;Und als ob diese düstere Bestandsaufnahme noch nicht genug wäre, der Blick nach vorn ist nicht minder erschreckend. Gerade wird laut über eine &lt;a href=&quot;http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Wirtschaftsinstitute-verstaerken-Druck-auf-Merkel_aid_799779.html&quot;&gt;Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 25%&lt;/a&gt; nachgedacht. Damit könnte man ja leben, wenn man wüsste, dass alle anderen Sparmöglichkeiten ausgeschöpft wurden und die Steuereinnahmen zur nötigen Schuldentilgung verwendet würden. Aber stattdessen wird von uns Geld erpresst, mit dem &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/kommentar/rechnungshof102.html&quot;&gt;nach den Hoteliers&lt;/a&gt; weitere Lobbygruppen hofiert werden können. Der kleine Arbeiter wird also weiter in die Armut getrieben, wo er durch Stress und Depression ausufernde Krankheitskosten verursacht. Damit diese nicht die Anti-Falten-Therapien der Reichen gefährdet, wird demnächst nach den &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/inland/gesundheitspolitik116.html&quot;&gt;darwinistischen Plänen&lt;/a&gt; unseres Gesundheitsministers die Krankenversorgung umgestaltet. Alle zahlen denselben Beitrag. Mit dem Effekt, dass die Reichen genug Geld für private Zusatzversorgung übrig haben und damit Zutritt zur Premium-Behandlung bekommen. Der mittellose Rest bekommt vom Staat nur noch das billige Schmerzmittel und den Gnadenschuss als Almosen. Die absehbaren sozialen Unruhen werden wohl nur durch den &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/zukunft/klimagipfel09/artikel/1/ein-kaefig-voller-luemmel/&quot;&gt;Ausbau des Polizeistaates&lt;/a&gt; in den Griff zu bekommen sein. Schließlich müssen die &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/inland/linksextremismus100.html&quot;&gt;Paläste der Leistungsträger vor dem marodierenden Pöbel geschützt werden&lt;/a&gt;.&lt;br/&gt;Was müsste denn geschehen, um die Lage zu ändern? Was wir bräuchten, wäre der politische Wille, die Problem zunächst zu erkennen, dann dem Volk die Wahrheit zu sagen, dann eine Lösung zu entwickeln und diese dann Schritt für Schritt umzusetzen. Was wir bräuchten, wären Politiker mit der Reform im Geiste und der Revolution im Herzen. &lt;a href=&quot;http://de.wikiquote.org/wiki/Al_Gore&quot;&gt;Al Gore sagt&lt;/a&gt;, dass politischer Wille ein nachwachsender Rohstoff ist. Das trifft vielleicht auf Amerika zu. Für Deutschland denke ich eher wie &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=rCfqREzOJwE&quot;&gt;Georg Schramm&lt;/a&gt;: „Die Titanic ist zu recht untergegangen, aber sie ist umsonst untergegangen, denn wir haben nichts gelernt.“ In diesem Sinne: Frohe Weihnachten.</description>
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